Praxis für Psychotherapie

Integrative Psychotherapie & Gesprächsgruppen

Klientenzentrierte Körperpsychotherapie = Focusing

Körperpsychotherapie

Es ist eine zentrale Tatsache: Wir erleben die Welt so, wie wir unseren Körper erleben.
Ein enger, starrer, kalter Körper kann die Welt nicht als weiten, lichten, warmen und sicheren Ort wahrnehmen.
Dies ist der Grund, warum ich meinen Weg zur Körperpsychotherapie gefunden habe.

Alles rationale Begreifen, alles intellektuelle Verstehen hilft uns nicht auch nur einen Schritt vorwärts in Richtung Veränderung oder Lösung, wenn wir uns trotzdem weiterhin gefangen, starr und unlebendig fühlen.

Wir sollten wieder lernen, unseren Körper "zu lesen", achtsam Regungen wahrzunehmen, vage Gefühle aufzunehmen, um ihn aus diesem Gefängnis zu befreien. Denn er spricht die ganze Zeit mit uns.
Aber wenn wir nicht zuhören, muss er immer lauter werden und wenn alles nichts hilft, irgendwann schreien: Dies ist der Moment, wo wir schließlich in der Krankheit angekommen sind, egal ob seelisch oder körperlich.

Ein Gefühl, das vor sich hin rumort, muss nicht laut werden und nicht anfangen wehzutun, wenn es rechtzeitig wahrgenommen und gewürdigt wird.

Bei mir können Sie lernen, in Kontakt zu kommen, mit dem, was wirklich in Ihnen los ist.
Und dies ist überhaupt nicht beängstigend, es wird keine Büchse der Pandora geöffnet und es wird Sie nicht überwältigen.
Sondern es wird sich richtig und stimmig anfühlen: Dinge ruckeln sich zurecht und mit einem Male kann man ein Stück weit freier atmen. Dies alles ist keine bewegungsorientierte, aktionsgeladene Arbeit mit dem Körper, sondern eine stille, achtsame. Jeder kann sie lernen und sie nach einer Weile mit sich nach Hause nehmen und ohne meine Begleitung einsetzen.
Denn das Ziel von Therapie sollte immer sein, dass der Klient hin zu Selbstregulation und Unabhängigkeit kommt und nicht auf unbestimmte Zeit vom Therapeuten abhängig ist.

Wann dies soweit ist, bestimmen Sie.

Spiegeleier & Refraiming

Refraiming

Was haben Spiegeleier und Linsen mit Refraiming zu tun? - Ein ganz persönliches Beispiel:
Vor zwei Jahren hat mein Körper beschlossen, mich mit einer ziemlich massiven Glutenunverträglichkeit zu konfrontieren. Für mich als leidenschaftliche Brot- und Kuchenesserin (und -bäckerin!) ein geradezu existentielles Drama, was meine Lebensqualität extrem einschränkt. Es hat mich herausgefordert, meine Essgewohnheiten völlig neu zu definieren.
Und auch wenn es ein anfängliches Jammern gab (und manchmal anfallsweise auch immer noch mal gibt), kann ich es inzwischen als Bereicherung meines Lebens sehen.
Lektion gelernt.
Gerade mein Frühstück bereite ich nun mit viel mehr Abwechslung, Zeit und Fantasie zu. Nicht mehr eine Scheibe Käse auf eine schönes Stück Körnerbrot geworfen und gut ist, sondern eine Pfanne mit Spiegeleiern und (am Wochenende vorgekochten) Linsen und frischem Gemüse. Oder eine Schale mit Amaranthbrei, Obst und Naturjoghurt...
Was dort passiert ist, nennt man Refraiming. Dinge in einen neuen Rahmen setzen. Für einen zunächst negativ bewerteten Umstand eine neue positivere Sichtweise finden und formulieren.
Das ist eine inzwischen ziemlich gängige Vorgehensweise in der Psychotherapie.
Ich halte es allerdings für absolut unabdingbar, dass der Impuls dazu sich im Klienten findet und nicht vom Therapeuten vorgegeben wird.
Wenn ich aber ein Fünkchen davon bei meinem Klienten aufblitzen sehe, nehme ich es gerne auf. Dann kann die Frage "Was gewinne ich daraus für mein Leben?" einen echten kleinen Meilenstein ausmachen.